0 0

Unser Trachten-Guide 2020

 

Tracht bei LODENFREY

Die Tradition der Trachtenmode ist bei LODENFREY fest in der Geschichte des Hauses verankert. 1842 erwirbt Johann Georg Frey in München die Lizenz zur Einrichtung einer Weberei und fertigt von nun an edle Tuchstoffe – die Geburtsstunde des Hauses LODENFREY. Die innovativen Wollwaren und Lodenstoffe erfreuen sich großer Beliebtheit und werden sogar auf der Pariser Weltausstellung 1855 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Auch heute noch fertigt LODENFREY in eigener Produktion Stoffe und Trachtenkollektionen. Mit legerer Trachtenmode verwandelt das Haus LODENFREY den traditionellen Trachtenstil zum Modestil und vereint dabei auch heute noch Tradition und Moderne. Das alljährliche Wiesndirndl und die Trachtenlederhose repräsentieren diesen gelungenen Mix und sind zu unverzichtbaren Kleidungsstücken für alle Trachtenliebhaber in und um München geworden. Dass sich das Traditionshaus LODENFREY genau in München befindet, kann kein Zufall sein. Denn auch die Stadt ist wegen des alljährlichen Oktoberfests eng mit der Tracht verwurzelt. Wenn es wieder „O'zapft is!“ heißt, wird aufgeschnürt und aufgehübscht: Die Münchner und Münchnerinnen werfen sich wieder in ihr liebstes Gewand, nämlich die Tracht. Dabei gibt es, anders als beispielsweise in Teilen Österreichs, keine einheitliche, original Münchner Tracht. Der traditionelle Trachten- und Schützenumzug am ersten Sonntag auf dem Oktoberfest zeigt, wie vielfältig die oberbayerische Tracht war und ist. Mehr als 150 verschiedene Gruppierungen und Trachtenvereine präsentieren verschiedene Stilrichtungen der Münchner Tracht im Laufe der Zeit. Dabei beziehen sich diese immer auf eine historische Epoche und zeigen Trachten, die an bestimmte modische Strömungen einer Ära angelehnt sind. Fünf große Trachtenstile, die zum Beispiel immer wieder mit der Trachtenmode in der Historie Münchens in Verbindung gebracht werden, sind das Münchner Miedergewand, das Münchner Spenzergewand, die Starnberger und Dachauer Tracht und die des Münchner Osten. Der Trend in der Trachtenmode geht in den letzten Jahren immer mehr hin zu klassischeren Modellen, die sich durch eine gedeckte Farbpalette auszeichnen. Authentizität und Wertebewusstsein stehen hier im Fokus und die Modelle orientieren sich an konservativen Silhouetten. Schlichte Samtmieder und dezent gemusterte Röcke bei den Damen sowie traditionelle Stickereien auf den Lederhosen für Herren bestimmen das Gesamtbild. Für die Trachtenmode gilt allgemein, dass möglichst ruhige Farbkombinationen und Naturtöne gewählt werden sollten und auf hochwertige Materialien geachtet werden sollte. Und wenn in und um München keine Wald-, See- oder Volksfeste stattfinden, harmonieren die liebsten Trachtenfavoriten mit einfachen Basics wie Hemd oder Bluse und werden zu stilvollen Everyday-Looks für Office und Freizeit gewandelt. Während die Damen Janker und Schluppenbluse zu Jeans kombinieren, beweisen die Herren mit dezenten Trachtensneakern und rustikalen Manschettenknöpfen Traditionsbewusstsein im Alltag, auch fernab vom Oktoberfest.

Gerade an kühleren Tagen und Abenden sind Trachtenstrickjacken eine schöne Alternative zu den klassischen Jankern. Im Gegensatz zum Trachtenjanker ist die Strickjacke kürzer geschnitten, damit die Silhouette des Dirndls besser zur Geltung kommt. Die Strickmodelle präsentieren sich meist mit Rundhalsausschnitt und sind entweder grob gestrickt oder mit zartem Strickmuster und Zöpfen versehen. Bei der Farbwahl können Damen ebenfalls wieder eine Farbnuance des Dirndls aufgreifen oder sich für einen zarten bis kräftigen Ton entscheiden, um ein gekonnt modisches Farbspiel zu kreieren. Die klassischen Farben der Trachtenstrickjacke sind Braun-, Grau- und Schwarztöne. Im Onlineshop von LODENFREY finden Sie aber auch die aktuellen Trendfarben, wie zum Beispiel Pastelltöne. Zarte Paspelierungen, edle Perlmutt- oder Hornknöpfe sowie verspielte Details unterstreichen eine feminine Note und verleihen dem Gesamtlook eine mädchenhafte Leichtigkeit.
Um ein Trachtenoutfit bestehend aus Dirndl und den richtigen Schuhen gekonnt abzurunden, ist auch eine edle Trachtenjacke ein Muss. Alternativ kann aber auch eine Trachtenstrickjacke zum Dirndl kombiniert werden. Die Trachtenjacke eignet sich auch hervorragend, bei jeder Gelegenheit die Liebe zu alpenländischer Tradition zu präsentieren. Taillierte Trachtenblazer präsentieren sich zugleich sportlich als auch elegant und zeichnen sich durch liebevolle Details wie Hirschhornknöpfe oder Paspelierungen aus.


Generell gilt, dass die klassische Trachtenjacke für Damen ein Janker ist. Meist ist dieser aus gewalkter Wolle oder Loden gefertigt und mit Paspelierungen in einer anderen Farbe abgesetzt. Der hüftlange, taillierte Schnitt überzeugt durch seine Schlichtheit und passt ebenso gut zum Dirndl als auch zur Lederhose oder Jeans. Trachtenblazer und Lederjacken können für den Alltag zu T-Shirt und Jeans kombiniert werden. Liebevolle Details wie Hirschhornknöpfe, Münzknöpfe und Stickereien sorgen hier für ein traditionelles Gesamtbild und verleihen den Alltags Looks einen Hauch Tradition. Die etwas eleganteren Trachtengehröcke eignen sich für besondere Gelegenheiten, bei denen Sie nicht auf traditionelle Elemente verzichten möchten. Meist aus Leinen gefertigt, besitzen die Gehröcke einen eleganten Glanz und präsentieren sich in einer stilvollen Aufmachung.

Ein wichtiges Kriterium, um ein gelungenes Trachtenoutfit zusammen zu stellen, ist die Wahl des richtigen Schuhs. Das Angebot streckt sich hierbei von eleganten Pumps bis hin zu flachen Mules und Stiefeletten. Besonders wichtig sind ein hoher Komfort und eine erstklassige Optik, die sich oftmals in kleinen Details wie etwa Schleifen oder verspielte Applikationen widerspiegeln. Um ein stimmiges Gesamtbild zu schaffen, ist es ideal, die Farbe der Schuhe an die der Trachtentasche anzupassen. Hier haben wir das wichtigste Basiswissen über Dirndlschuhe für Sie zusammengefasst:

1. Ein echtes No-Go für alle Münchner und Trachtenbegeisterte sind Turnschuhe (die einzige Ausnahme hier sind Trachtensneaker) oder High Heels zum Dirndl. Stattdessen sollten Damen auf edle Pumps, Ballerinas oder Mules zurückgreifen. Ganz klassisch kombiniert man zur Tracht die originalen Haferlschuhe oder Dirndlschuhe mit kleinem Absatz.

2. Der klassische Dirndlschuh zeichnet sich durch einen komfortablen, mittelhohen Absatz und eine dekorative Schließe an der Seite aus. Dank dem sicheren Halt und dem niedrigen Absatz eignen sich die Schuhe hervorragend für einen ganzen Tag auf dem Oktoberfest.

3. Da die meisten Dirndlkleider durch ihre Farbkombinationen und Musterungen schon ein echter Hingucker sind, sollte bei den Schuhen eher auf ein schlichtes Modell ohne viele Applikationen gesetzt werden. Daher eignen sich Naturtöne wie Beige, Creme oder Hellgrau. Im Idealfall greift der Schuh die Farbe der Schürze oder einen Ton des Dirndls auf.

Im Gegensatz zu den klassischen Dirndlblusen sind Trachtenblusen und -Shirts sehr beliebt, da sie alleine getragen werden können und meist einen höheren Tragekomfort bieten. Sie sind eine schicke Alternative zum Dirndl und ideal für alldiejenigen, die auf dem Oktoberfest lieber Jeans und Bluse tragen möchten. So kann man auch im Alltag seine Heimatverbundenheit auf eine junge und modische Art ausdrücken. Clever kombiniert können Trachtenblusen und -Shirts auch in die alltägliche Garderobe integriert werden. Selbst zu Hose oder Jeans liefern die Oberteile mit traditionellen Mustern und Motiven tolle Kombinationsmöglichkeiten. So muss die Damentracht nicht bis zum nächsten besonderen Anlass im Schrank warten, sondern kann jeden Tag für einen traditionellen oder auch modischen Stil im Outfit sorgen. Wer es lieber etwas rustikaler mag, kombiniert seine Trachtenbluse mit einer Lederhose für Damen. Außerdem dient eine Trachtenbluse auch wunderbar als Ersatz unter dem Dirndl. Dank der Figur nahen Passform verrutscht die Bluse nicht und eignet sich auch hervorragend zu einem Trachtenrock.
Auch wenn in früheren Zeiten nur Jäger und Förster in moosgrünen Lodenmänteln durch den Wald spazierten, sind Trachtenmäntel heute viel mehr als nur ein traditionelles Symbol und vor allem bei stilbewussten Frauen überaus beliebt. Ein Trachtengehrock kann zu Jeans und T-Shirt kombiniert werden und eignet sich so auch für den Alltag. Liebevolle Details wie Hirschhornknöpfe und Stickereien unterstreichen den Landhaus-Charme. Ein Gehrock eignet sich für Volksfeste, ländliche Hochzeiten aber auch für den Alltag und setzt immer ein traditionelles Statement. Idealerweise sollte ein Gehrock in der Taille Figur nah sitzen und die Silhouette der Frau umspielen, ohne dabei zu eng zu sitzen. Neben den klassischen Trachtenmänteln mit Kapuze und Knopfleiste umfasst das Angebot auch Dufflecoats und Mäntel, die von Trenchcoats inspiriert sind. Trachtenmäntel sind die perfekten Begleiter für kühle Abende und Spaziergänge. Eine besonders schicke Variante ist das Trachtencape mit seitlichen Eingriffstaschen, das mithilfe eines Riegels auf Kragenhöhe geschlossen wird und Einblick auf die Trachtenmode darunter gibt. Mit Pelzbesatz eignen sich die Capes auch hervorragend zur Abendgarderobe und verleihen Roben einen Hauch Tradition. Egal ob klassisch, elegant oder die moderne Cape-Variante - Trachtenmäntel runden das Trachtenoutfit ab und sind ein echter Blickfang.
Trachtenschmuck präsentiert sich in einer besonders festlichen Note, da das Oktoberfest aufgrund seiner Seltenheit auch einen besonders festlichen Charakter hat. Trachtenschmuck unterstreicht das Dirndlkleid und rundet jedes Trachtenoutfit
Trachtenschmuck präsentiert sich in einer besonders festlichen Note, da das Oktoberfest aufgrund seiner Seltenheit auch einen besonders festlichen Charakter hat. Trachtenschmuck unterstreicht das Dirndlkleid und rundet jedes Trachtenoutfit gekonnt ab. Das Portfolio an Trachtenschmuck bei LODENFREY überzeugt dank der vielfältigen Auswahl. Trachtenarmbänder mit kleinen Anhängern wie etwa Brezeln, Herzen oder Dackeln wirken filigran und unterstreichen das Gesamtbild. Wer es etwas traditioneller mag, greift zum klassischen Kropfband, das eng am Hals getragen wird und meist aus einer mehrgliedrigen Perlenkette mit einer mittigen Kamee-Applikation besteht. Etwas rustikaler sind Lederarmbänder mit perforierten Motiven, die modern wirken und dem traditionellen Charme eine rockige Note verleihen. Kurze Halsketten mit Anhängern betonen das Dekolleté und sind ein echter Blickfang. Allgemein sollte darauf geachtet werden, dass Trachtenschmuck das Gesamtbild nur ergänzen sollte und nicht zu überladen wirkt.

Zu einem gelungen Trachtenoutfit gehört unbedingt auch eine passende Tasche. Sie komplettiert nicht nur das Gesamtbild sondern ist auch überausnützlich, da Damen immer einige Accessoires und Kleinigkeiten mit sich führen und sich diese nicht in Bekleidungstaschen verwahren lassen. Die passende Trachtentasche rundet das Trachtenoutfit nicht nur ab, sie kann das Gesamtbild zusätzlich individualisieren. Eine normale Handtasche zu einem Dirndl oder einer Trachtenkombination wäre nicht stilgerecht. Besonders dann, wenn Trachtenaccessoires wie passende Gürtel, Halstücher oder Schmuck verwendet werden, ist eine Handtasche im gleichen Stil essentiell. Trachtentaschen präsentieren sich meist in zurückhaltenden Farbtönen. Ein mittleres Braun oder Beige eignet sich fast immer, da sich diese Farben auch in typischen Trachtenverzierungen finden. Beschläge und Schließen in Silbertönen passen sich an den meist silberfarbigen Trachtenschmuck ideal an. Farbige Taschen passen besonders gut, wenn sich die entsprechende Farbe auch im Dirndlkleid wiederfindet. Eine Nuance des Musters oder der Schürze erzeugt einen Kontrast zwischen Dirndl und Tasche. Ideal ist es, wenn die Trachtenschuhe die gleiche Farbe wie die Tasche besitzen, da dies ein harmonisches Gesamtbild ergibt. Taschen aus Filz wirken verspielt und unterstreichen Dirndllooks mit Mustern und Blüten. Taschen aus Leder sind schlicht und edel, runden ein klassisches Dirndl optisch ab und lassen sich ideal zu allen Outfits kombinieren. Stilvolle Clutches eignen sich hervorragend zu festlichen Anlässen. Etwas moderner sind Trachten-Bauchtaschen, die stilvoll um die Hüfte getragen werden und mit denen man das Wichtigste immer griffbereit hat.


Die Geschichte der Lederhose

Was für die Dame das Dirndl ist, verkörpert bei den Herren die Lederhose. Neben allen Trends steht hier nach wie vor die Wahl des richtigen Leders an vorderster Stelle und bestimmt, ob aus der Hose ein Erbstück für die Ewigkeit wird. Ziegen- und Wildbockleder bestechen mit robuster Qualität, während Hirsch- und sogar das besonders feine Rehleder oft das absolute Highlight vieler Ledermanufakturen darstellen. Die Wurzeln der Lederhose liegen – anders als gedacht – weder im bayerischen, noch im deutschen Raum. Urahn der Lederhose wie wir sie heute kennen war die französische Culotte, die Ende des 18. Jahrhunderts zu Hofe getragen wurde. Die Kniebundhose war meist aus Samt oder Seide gefertigt. Die bäuerliche Bevölkerung fand nach und nach Geschmack an der Mode des Adels und so löste die Culotte die Pluderhosen der Bauern ab. Da die Hose im Stall und auf dem Feld ganz anderen Belastungen standhalten musste, fertigte die einfache Bevölkerung die Culotte aus strapazierfähigem Leder – die Lederhose war geboren. Zunächst verlor die Lederhose an modischer Präsenz und geriet im 19. Jahrhundert schon in Vergessenheit, als ein Deutscher namens Sepp Vogl gegen den Verfall der Traditionen und die Verbreitung der Lodenhose protestierte. Kurzerhand ließ er zusammen mit sechs weiteren Anhängern eine kurze, lederne Arbeitshose fertigen und gründete einen Trachtenverein. An einem Sonntag nahmen die sechs Herren am Gottesdienst in der Kirche von Bayrischzell teil und ernteten von der Gemeinde Spott und Hohn. Die Kirche sah die kurzen Hosen als Verstoß gegen die guten Sitten an und bezeichnete die Lederhose als Skandal, da sie aufgrund ihrer Länge sittenwidrig war. König Ludwig II. war jedoch ein großer Anhänger der Tracht und war von der Idee der Lederhose so begeistert, dass sie am Hofe wieder eingeführt wurde. In den nächsten Jahren begannen immer mehr Adlige und Städter, die Lederhose zu tragen und sorgten für eine neue Blütezeit. Nicht zuletzt ist es auch dem Oktoberfest zu verdanken, dass wir die Lederhose auch heute noch gerne tragen und es mittlerweile eine ungeheure Artenvielfalt der Lederhose gibt, die traditionell aus Hirsch- oder Gamsleder gefertigt ist.


Welche Varianten der Lederhosen gibt es?

Die lange Lederhose ist der traditionellste Schnitt, den man schon vor über 5000 Jahren kannte. Die Kniebundhose hat ihren Ursprung in der französischen Culotte und die kurze Variante wurde ursprünglich von Gebirgsjägern und Sennern getragen, da sie die notwendige Beinfreiheit bot. Heutzutage steht die Lederhose vor allem bei Herren für Individualität und Modebewusstsein und unterliegt im Bereich der Aufmachung, der Länge und den Accessoires keinen bestimmten Stilvorgaben, außer dem persönlichen Stil. Lederhosen aus Reh- oder Hirschleder gelten als besonders hochwertig, aber auch Ziegenleder findet sich dank seiner Beständigkeit in vielen Modellen wieder. Veredelt wird die Lederhose mit Knöpfen aus rustikalem Hirsch- oder Büffelhorn, aufwendigen Stickereien und Bändern in verschiedenen Farben. Die charakteristischen Steck- und Gesäßtaschen, ein geknöpfter Latz sowie die seitliche Tasche machen das Gesamtbild perfekt. Hosenträger können je nach Belieben ergänzt oder weggelassen werden. Hochwertige Handwerkskunst und ein gelungener Mix aus Tradition und zeitgemäßen Elementen zeichnen die bei LODENFREY erhältliche Trachtenmode aber insbesondere die kurzen Lederhosen und Kniebundhosen aus. Egal ob von kleineren Unternehmen wie Säckler, Ostarrichi oder der bekannten Manufaktur Meindl – jedes Modell versprüht einen einzigartigen Stil und besondere Handwerkskunst. Hinzu kommt die LODENFREY Trachtenlederhose als Gegenstück des alljährlichen Wiesndirndls, die dank besonderer Elemente wie farbigen Ziernähten, Naturknöpfen und robuster Lederqualität jahrelange Erfahrung und besonderes Gespür verkörpert.


Wie kombiniere ich meine Lederhose richtig?

Ähnlich wie beim Dirndl der Dame gilt es auch für jeden Herrn, sein perfektes Modell nach eigenen Kriterien auszusuchen. Allgemein gilt jedoch, dass Leder ein Naturprodukt ist, welches sich im Laufe der Jahre verändert und nicht zu eng oder zu weit gekauft werden sollte. Durch die Jahre passt sich die Lederhose in ihrer Form dem Träger an und erhält eine schöne Patina, weswegen man auf das Waschen von Lederhosen verzichten sollte. Passende Accessoires wie Charivaris, Trachtengürtel oder Trachtenwesten aber auch Klassiker wie Trachtenhemden, Janker und Trachtenschuhe sorgen für einen perfekten Auftritt mit traditionsreicher Note an Familienfesten mit traditionellem Dresscode, Volksfesten oder dem Münchner Oktoberfest.


Welche Größe der Lederhose wähle ich?

Eine Lederhose ist eine Anschaffung für's Leben und daher sollte diese nicht nur besonders hochwertig sein, sondern auch optimal sitzen. Denn eine perfekt sitzende Lederhose betont - genau wie das weibliche Pendant, das Dirndl - die Vorzüge der Männer. Viele Männer wählen bei der ersten Anprobe der Lederhose eine Nummer größer, da sie bequemer ist. Grundsätzlich sollten Lederhosen jedoch beim Kauf eher zu eng sitzen und ein wenig unbequem sein. Denn nach mehrmaligem tragen weiten sie sich und werden sonst auf Dauer zu groß. Leder ist ein Naturprodukt und gibt daher nach. Durch einige Male Sitzen und Tragen weitet sich das Leder und schmiegt sich passgenau an den Körper des Trägers an und sitzt wie eine zweite Haut. Eine Lederhose hat die perfekte Passform, wenn sie an Gesäß und Oberschenkeln schön eng anliegt. Der Zwickel am Bund der Lederhose sorgt dafür, dass sich die Bundweite anpassen lässt. So kann die Lederhose je nach Bauchumfang enger oder weiter gemacht werden. Sollte die Lederhose nach einigen Jahren doch zu weit geworden sein, kann sie natürlich wieder enger genäht werden.


Welche Lederqualitäten gibt es?

Lederhosen werden immer aus Rauleder gefertigt. Dies bezeichnet Lederarten wie Nubukleder oder Veloursleder, die sich samtig anfühlen und eine rauhe Oberfläche besitzen. Als Wildleder wird das Leder frei lebender Tiere bezeichnet. Die Qualität einer Lederhose wird ausschließlich durch das verwendete Leder bestimmt. Ein hochwertiges Leder zeichnet sich besonders durch eine weiche Haptik und Robustheit aus. Am beliebtesten sind hier Hirsch- und Ziegenleder. Doch was genau zeichnet die beiden Lederarten aus und was unterscheidet sie voneinander?

Ziegenleder, auch oft Wildbockleder genannt, ist leichter und dünner als Hirschleder und schmiegt sich angenehm an den Körper an. Außerdem ist es sehr elastisch und auf der Innenseite glatt. Das Ziegenleder wird chromgegerbt und zeichnet sich daher durch eine gleichmäßige, helle Optik und einen  geschmeidigen Tragekomfort aus. Lederhosen aus Ziegenleder eignen sich besonders für Neulinge in der Trachtenwelt.

Lederhosen aus Hirschleder gelten als besonders edel. Das Leder ist sehr dick und daher auch bei starker Beanspruchung robust und langlebig. Das Leder wird sämisch gegerbt - ein aufwendiges Verfahen, bei dem das Leder mit Harnstoffen bearbeitet wird und welches mehrere Wochen dauert. Das Ergebnis dieses Gerbverfahrens ist ein weiches, atmungsaktives Leder mit individueller Patina. Hirschlederhosen gelten als Klassiker und werde oft an mehrere Generationen weitergegeben.


Wie pflege ich meine Lederhose?

Bei der Frage, ob man Lederhosen waschen sollte oder nicht, gibt es unterschiedliche Meinungen. Generell erhält eine Lederhose mit der Zeit eine urige Patina, welche die Hose individuell macht. Ein guter Schutz gegen Nässe und Verschmutzungen ist ein Imprägnierspray für Leder, das vor dem ersten Tragen verwendet werden sollte. Nach mehrmaligem Tragen sollte die Lederhose an einem dunklen Ort gut ausgelüftet werden. Kleinere Verschmutzungen lassen sich mit einer Wildlederbürste entfernen. Auf keinen Fall sollte ein Fleck mit Wasser entfernt werden, da dies auffällige Ränder auf dem Leder hinterlässt und das Leder hart werden lässt. Nur im äußersten Notfall sollten Lederhosen in die Lederreinigung gegeben werden. Hier besteht allerdigs die Gefahr, dass sich die Farbe des Leders verändert und die Hose an Geschmeidigkeit verliert. Auch bei aggressiven Lebensmitteln wie Zitrone ist Vorsicht geboten, denn auch sie verfärben das Lder. Am schönsten wird Ihre Lederhose, wenn sie einen Alterungsprozess durchläuft und auch hier und da den ein oder anderen Fleck abbekommt. Die Patina der Lederhose zeugt von Trageerlebnissen und erinnert zurück an schöne Ereignisse in geselliger Runde. Die ausgeblichenen Stellen, die durch das Tragen angepasste Silhouette und die sogenannte "Speckigkeit" sind alles Komponenten, die eine echte Lederhose ausmachen. Die Patina einer Lederhose ist also etwas ganz Besonderes, das nur durch Tragen erreicht werden kann und jede Lederhose zu einem echten Unikat werden lässt.

Charakteristisch für Trachtenhemden sind traditionelle Karo-Muster, aber auch fantasievolle Kragenvarianten, ein- oder mehrreihige Biesen sowie dekorative Elemente wie Hirschhornknöpfe, Lederschnüre, Metallelemente und Stickereien. Diese Elemente machen die Hemden zu individuellen Kleidungsstücken, die nicht nur ideal zu traditionellen Lederhosen passen, sondern auch mit moderner Mode harmonieren. Das Trachtenhemd in seiner ursprünglichen Form ist das Schlupfhemd, da man früher keine Knöpfe für die Hemden verwendete. Dieses wird über den Kopf gezogen und mithilfe eines kleinen Bands am Kragen geschnürt. Mittlerweile sind die Schlupfhemden mit kurzen Knopfleisten und Riegeln versehen, da sie einen höheren Komfort bieten. Der Schnittform von Trachtenhemden sind keine Grenzen gesetzt. So gibt es neben den Hemden in normaler Passform auch Slim-Fit Varianten mit figurbetonter Passform, die etwas moderner sind und die maskuline Figur betonen. Die meisten Trachtenhemden sind mit kleinen Riegeln an den Ärmeln versehen, damit die Ärmel hochgekrempelt werden können. Hochgekrempelte Ärmel wirken zum einen lässig, verwandeln aber auch Langarmhemden in eine luftigere Variante. Hier wirkt vor allem eine andersfarbige Manschette mit Musterung besonders modisch. Bei der Kragenform unterscheidet man Trachtenhemden mit traditionellem Stehkragen sowie klassischem Kent Kragen, welcher sich hervorragend unter Pullovern eignet. Die Stehkragen kommen besonders gut unter Westen und Janker zum Vorschein. Neben den klassischen Farben Weiß, Blau und Rot werden auch verschiedene andere Trendfarben angeboten, die zu Lederhosen frische Farbakzente setzen. Die pflegeleichten und formstabilen Baumwollstoffe sorgen für lange Haltbarkeit auch bei häufigem Waschen. Darüber hinaus überzeugen die Hemden durch ihren guten Tragekomfort.

Trachtenwesten erfreuen sich seit einigen Jahren immer mehr an Beliebtheit, da sie das Gesamtbild aus Lederhose und Hemd komplettieren. Bei der Wahl der richtigen Weste sind dem Träger keine Grenzen gesetzt. Die große Auswahl an Materialien, Mustern und Farben ermöglicht es, dass jeder die passende Weste für seinen individuellen Geschmack und je nach Anlass findet. Auch die Wahl der Silhouette liegt ganz beim Träger. So gibt es etwa Westen mit Stehkragen, V-Ausschnitt oder einem filigranen Ketten-Verschluss. Wer es etwas gedeckter mag, stimmt die Farbe der Weste auf die des Trachtenjankers ab. Die Weste kann aber auch alleine zu Hemd und Lederhose getragen werden und farbige Akzente setzen. Besonders elegant wirken Gilets mit floralen oder changierenden Mustern zu einem einfarbigen, schlichten Trachtenhemd. Eher robuster sind Westen aus Loden oder leichtem Leinen, die sich hervorragend für den Wiesnbesuch oder Stammtisch eignen. Hierzu können auch gemusterte Hemden mit kleinen Karos getragen werden. Wer es extravagant und ausgefallen mag, setzt auf Westen aus Leder. Trachtenwesten werden in der Regel zugeknöpft getragen, offene Westen sind ein Tabu und sehen nicht besonders attraktiv aus. Einen idealen Sitz erhält die Trachtenweste dank verstellbarer Riegel und versteckter Abnäher an den Seiten. Westen mit Stretchanteil sorgen für einen elastischen Sitz und somit auch für einen idealen Tragekomfort, bei dem die geschlossene Weste auch nach Hendl und Bier nicht zu eng wird. Kontrastierende Paspeln und Knöpfe runden das Gesamtbild ab. Bei den Knöpfen wird zwischen eleganten Kugel- und Münzknöpfen sowie traditionellen Hirschhornknöpfen unterschieden. Dank der zahlreichen Innentaschen der Trachtenwesten lassen sich alle notwendigen Kleinigkeiten wie Schlüssel, Portemonnaie und Smartphone leicht verstauen.
Heimatverbundenheit und die Liebe zu Tracht zeigt sich vor allem in der Wahl des Trachtenjankers. Nicht nur ältere Herren sondern auch die jüngere Generation entscheidet sich heutzutage für eine Trachtenjacke exzellenter Qualität. Mit einem Trachtenjanker sind Sie für fast jede Gelegenheit passend und fesch angezogen. Der klassische Janker ist eine hüftlange, meist gerade geschnittene Jacke aus gewalkter Wolle oder Loden. Charakteristisch für den Janker sind Hirschhorn- und Münzknöpfe sowie paspelierte Fronttaschen bis hin zur Kellerfalte am Rücken. Zusammen mit Lederhose und Hemd komplettiert haben die Janker alles, was Sie für den perfekten Trachtenlook benötigen. Bei LODENFREY gibt es Janker in unterschiedlichen Modellen und Ausführungen, jedoch immer von hoher Qualität. Im Sommer herrlich leicht sind Modelle aus reinem Leinen in klassischem Schnitt. In der kälteren Jahreszeit bevorzugen die meisten Herren Trachtenjacken aus reiner Schurwolle. Modelle aus bestem Leder oder der bekannte Lodenjanker sind bei jedem Wetter die richtige Wahl. Trachtenjanker müssen jedoch nicht zwangsläufig nur zur Lederhose getragen werden. Sie können auch mit Jeans und Hemd zu einem traditionellen Alltagslook kombiniert werden.
Die Strickjacke ist seit jeher der obligatorische Begleiter auf der Wiesn. Verschiedene Walk- und Cashmerestoffe, die teilweise in heimischer Produktion hergestellt werden, stehen für Heimatverbundenheit und Traditionsbewusstsein und dürfen bei keinem Trachtenlook fehlen. Dabei zeichnen sich die Modelle für Herren durch grobe Strickdesigns mit großen Zöpfen und Mustern aus. Moderner präsentieren sich Modelle mit Kapuze, die dem Gesamtbild einen sportlichen Akzent verleiht. Wer es unkonventionell mag, setzt auf eine Strickjacke mit Reißverschluss, die moderne Elemente mit traditionellen verbindet. Fein gestrickte Modelle wirken edel und zurückhaltend und geben dem Trachtenlook eine klassisch-elegante Note. Die Trachtenstrickjacke in ihrer ursprünglichen Form präsentiert sich mit Hornknöpfen, kontrastierenden Paspelierungen und meist auch mit Ärmelpatches. Sie eignet sich nicht nur zur Tracht, sondern auch hervorragend in Kombination mit Jeans und Hemd, um einen traditionellen Look zu schaffen.
Das perfekte Trachtenoutfit besteht aus Lederhose, einem Trachtenhemd mit Hirschhornknöpfen, einem edlen Gilet und wahlweise einem Janker. Doch welche Schuhe sollte Man(n) dazu kombinieren? Der Klassiker unter den Schuhen ist nach wie vor der Haferlschuh, der aus robustem Leder gefertigt wird und mit seinem traditionell braunen Design und der seitlichen Schnürung überzeugt. Zusammen mit Trachtenstrümpfen oder den sog. „Wadlbeißern“ finden sich die Haferlschuhe auch heute noch auf jedem Volksfest. Übrigens verdanken die Haferlschuhe ihren Namen eine Gruppe von Briten, die zu Gast in Bayern waren. Diese kannten bis dato nur knöchelhohe Stiefel und bezeichneten den Haferlschuh als „half shoe“, also Halbschuh, woraus sich im Laufe der Jahre das Wort „Haferlschuh“ entwickelte. In Oberbayern findet man den Haferlschuh mit seitlicher Schnürung, wohingegen im Allgäu der Schuh die Schnürung auf der Oberseite besitzt. Der Haferlschuh kann zudem nicht nur zur traditionellen Lederhose getragen werden, sondern verleiht auch jedem Outfit aus Jeans und Janker einen traditionellen Touch. Eine Alternative zu den klassischen Haferlschuhen sind Trachtensneaker, die ihren traditionellen Charme durch ein Obermaterial aus Loden oder hochwertigem Veloursleder erhalten. Kombiniert mit Businesshemd und Trachtenjanker entsteht ein lässig-eleganter Look, der auch für den Businessalltag geeignet ist.

Ein gelungenes Trachtenoutfit braucht stets auch passende Accessoires, Schuhe und Trachten-strümpfe, um einen rundum gelungenen Look darzustellen. Traditionelle Haferschuhe gelten auch diese Saison als Klassiker, wobei derbe Boots und rustikale Stiefeletten zum neuen Trend zur Lederhose avancieren. Die Strümpfe können entweder zum Knie reichen oder als kurze Variante mit Wadenwärmern getragen werden und sorgen mit farblichen Akzenten für einen stilsicheren Auftritt.
Um klassische Trachtenmode modern aufzupeppen gibt es eine Vielzahl an Accessoires wie etwa Trachtengürtel, Einstecktücher mit traditionellen Elementen oder Charivaris. Eine Symbiose aus Tradition und Moderne verkörpert Stil und Traditionsbewusstsein auch im Alltag. Trachtenaccessoires dürfen ausgefallen sein und individualisieren den Trachtenlook. Trachtenhüte aus Wolle und Filz sind ein Klassiker und schützen nicht nur vor Wind und Wetter, sie lassen sich auch ideal zu modernen Outfits kombinieren. Trachtengürtel mit rustikalen Schließen sowie hochwertige Charivaris veredeln jede Lederhose. So lässt sich ein stimmiges Gesamtoutfit zusammenstellen, das ganz individuell und nach persönlichem Geschmack mit passenden Accessoires aufgewertet werden kann.

 
Auch für Babies und Kleinkinder bietet LODENFREY eine große Auswahl an Trachtenmode und –Accessoires. Kleine Dirndl, Strickjacken und Strampler in Lederhosen-Design verzaubern die ganze Familie und kleiden schon die Kleinen wie die Großen ein. Ob für den Sonntagsausflug oder zu traditionellen Familienfesten, mit Trachtenmode für Babys sind die Kleinsten perfekt angezogen. Die Muster und Stoffe der Babydirndl sind an die Farbgebungen der Modelle für Erwachsene angepasst und eignen sich hervorragend für liebevolle Mutter-Tochter-Looks. Niedliche Pullover und Bodies mit Trachten-Motiven lassen auch im Alltag Tradition und Heimatverbundenheit miteinfließen. Bayerisch-angehauchte Applikationen wie kleine Brezen runden gekonnt den Trachtenlook ab. Kleine Lederhosen präsentieren sich mit verschiedenen Verzierungen und Stickereien und stehen den Modellen für die Großen in nichts nach.
Für Mädchen gibt es mittlerweile eine große Auswahl an Dirndln, die sich an den Modellen der Damen orientieren. Bezaubernde Stickereien und traditionelle Details verwandeln die Dirndl der Kleinsten in ein niedliches Highlight für das nächste Trachtenfest. Farbenfrohe Stoffe mit Blumen und Karomustern spiegeln die Lebensfreude junger Mädchen wider. Rüschen, Bordüren und Anhänger lassen die Herzen der Trachtenprinzessinnen höher schlagen. Kleine Strickjacken komplettieren das Trachtenoutfit und spiegeln kindliche Niedlichkeit und zeitloses Traditionsbewusstsein wider. Niedliche Trachtenblusen mit Rüschen lassen sich auch prima zu Jeans und Rock kombinieren und bringen einen Hauch Tradition in den Alltag der Kleinen.